BHKW+Wärmepumpe

  • Aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen ist auf den 1.Blick(?) eine Kombination von BHKW und Wärmepumpe+ Niedertempartur-Heizung bzw. Nachheizung attraktiv.


    Wer hat Erfahrungen?
    In Baiersdorf (Franken) wurde eine Grundschule so energetisch saniert
    (+vorbildiche Wärmedämmung) . Zahlen wurden dort aber nicht
    genannt.

  • Hi, ja diese Überlegungen habe ich grundsätzlich auch angestellt. Aber: wenn man normal durchrechnet, muss man zu dem Schluss kommen, daß bei regulärem WP Strompreis von 15 ct wie in Brandenburg, kein Vorteil in der BHKW Variante besteht. es läuft irgendwie immer auf etwa das gleiche Wärmeergebniss pro eingesetzte Geldmenge hinaus. Ungünstig wirkt sich sogar der zusätzliche Kaufpreis aus.
    Ich sehe ohnehin nur einen echten Sinn in der BHKW Zukunft, wenn man sich von dem zwanghaften Wunsch nach ganztägigem Betrieb verabschiedet. Dies ist zwar wegen der dauerhaften Verfügbarkeit des selbsgemachten Stromes schön, kostet aber unendlich Betriebsstunden und damit Lebenszeit des BHKW und Wartungskosten. Ich würde da ein deutlich grösseres einfaches Aggregat nehmen und einen Pufferspeicher beladen. Den Strom würde ich ebenfalls zwischenspeichern. Eine Autobatterie speichert ca 1 KW und etwa 8 braucht ein Einfamilienhaus. Dies bedeutet, daß ich mit drei Batterien bereits für ein drittel des Tages den Strom speichern kann. Also nur noch dreimal am Tage das Aggregat laufen lassen muss um die Batterie und natürlich den Pufferspeicher zu füllen. Ich stelle mir so als Variante folgendes vor.
    BHKW einfach aus Notstromaggregat auf Gas oder Dieselbasis. mit ca 10 KW Strom. also Tagesbedarf in einer Stunde insgesamt. dabei fallen ca 20 KW Wärme an. Das ist knapp der Tagesbedarf im Sommer für Warmwasser. im Winter nun eine zusätzliche Laufzeit von einer Stunde . das bringt nochmals 20 KW Wärme plus 10 KW für die WP. Diese macht daraus ca 25 bis 60 je nach Bauart. Es wäre hier sogar dann eine einfach umgebaute Billigklimaanlage möglich. Die läuft zwar nur bei plusgraden, aber an den wenigen Tagen wo es kälter ist muss eben dann ein Heizstab mit dem BHKW Stro zusätzlich ran. Also kommen bei zwei Stunden ca 90 KW Wärme zusammen, was immer genug für ein grösseres EFH ist. Vorteil ist eine wesentlich billigere Technik. Einfach BHKW kostet ca 3000€
    und die Speicherbatterie mit Zerhacker für 4 bis 10 KW ca 200 bis 700 € . Dafür braucht das BHKW nur noch ca 500 Stunden im Jahr zu laufen. Grössere noch weniger. Dann hält es lange und muss nur selten Wartung haben.
    Steuern lässt sich das recht einfach. BHKW schaltet an wenn die Batterien unter 11,5 Volt gehen Ab da lädt es Batterie und Pufferspeicher. WP schaltet an wenn Pufferspeicher unter 45 Grad geht, was nur passiert , wenn die Batterien voll sind, da ansonsten das BHKW ja heizt. Notaus für das BHKW ab 95 Grad Puffertemperatur. Je grösser der Puffer desto besser. Das gilt auch für die Batterien. Da wäre ein Tagesbedarf schon Klasse. Einbindungen von Solar und Photovoltaik wären einfach möglich. Nun soweit erstmal die Theorie. Praxis folgt noch. Ciao

  • Hallo Mkohlhausen
    Das ist ja eine Interresante Überlegung.
    Leider haben Batterien Ladeverluste und auch einen nicht zu unterschätzenden Kapazitätsverlust (Selbstentladung in standby).Da ich dir das auch nicht in (ZDF) Zahlen Daten Fakten geanau ausrechnen kann sollte man das mal machen.


    Da ist mir noch was in Auge geschossen, soll die gesamt elektrische Leistung deines größeren BHKW in de Akkuladund verschwinden, abzüglich der WP ?


    Das wird wohl mit einer Autobatterie oder meheren nicht zu machen sein, eher schon mit einer Gabelspabler , ich habe auch schon mal Überlegungen angestellt.
    Ein große Photovoltaganlage, Industrie USV passiv Gebäude und wenn die Sonne nicht mit spielt mit dem BHKW nachladen.


    Aber eine autage Versorgung hat auch seine Tücken.


    Wenn das so einfach möglich wäre würden die EVUs das zur Spitzenlastabdeckung nutzen.


    Wie hat der Geschäftsführer von EON gesagt der Strom ist noch zubillig.


    Wenn die Preisentwicklung auf dem Energiemarkt so anhält, wird Strom und Heizenergie zum unbezahlbaren Luxus.


    Man sollte sich schon mal einen Acker kaufen und sich selbst versorgen.


    Ich bin der Meinung das die Provitgier auf dem Energiemarkt einzudämmen ist.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH

    Einmal editiert, zuletzt von GB1530 ()

  • Ich sehe ohnehin nur einen echten Sinn in der BHKW Zukunft, wenn man sich von dem zwanghaften Wunsch nach ganztägigem Betrieb verabschiedet


    Die Strom-Erzeugungskosten jedes BHKW setzen sich doch aus 2 Komponenten zusammen:


    1.laufzeitabhängige Kosten (abzüglich Einnahmen bsp. Mineralölsteuer usw.)


    2.Fix-Kosten aufgrund der Kapitalkosten der Anlage.


    D.h. wenn die Kapitalkosten größer NUll sind (d.h. wenn die Anlage nicht geschenkt wurde), ist es logischerweise immer günstiger


    hohe Laufzeiten zu erreichen. Die spezifischen Kosten laufzeitabhängig sind dagegen pro kwh immer gleich!


    Für den (Öl-) Dachs sieht es gegenwärtig so aus:


    - laufzeitabhängige Kosten (Brutto) ca. 14,2 ct/kwh) abzüglich laufzeitabhängige Erträge von ca.2,1 ct/kwh ergibt Netto-Kosten von


    12,1 ct/kwh(Werte immer inklusive Mehrwertsteuer).


    Zahle ich/Verzinse ich die Anlage mit 5,o v.H.(von 24.000 €), dann ergeben sich bei 3.0000 Bh /15.500 kwh


    fixe Kosten von 7,74 ct/kwh , bei 5.000 Bh/26.500 kwh nur 4,52 ct/kwh.


    (da ich glücklicherweise mit 1,8 v.H. KfW finanziert habe sind es nur 1,63 ct/kwh d.h. insgesamt 13,73 ct/kwh.


    Wenn jetzt der WP-Strom brutto(!) billiger von den EVU`s abgegeben werden hätte ich natürlich auch ein Problem.....

  • Hallo Reinhard,


    ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass die KfW auf Dauer mit einer jährlichen Zahlung von 432 € zufrieden ist. Früher oder später müssen die Schulden wohl zurückgezahlt werden. Bei 24.000 € Darlehen und einer Laufzeit von 20 Jahren ergeben sich neben den Zinsen bei linearer Tilgung jährlich 1.200 €.
    Werden diese Kosten auf den Strom umgelegt, entfallen bei 3000 Betriebsstunden und somit ca. 15.500 kWh auf jede kWh 7,74 Cent Tilgungsanteil. Zusammen mit den von Dir ermittelten Kosten von 13,73 Cent, würde dann eine kWh Strom bei über 21 Cent liegen.


    Ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist, bei diesem Preis eine Wärmepumpe mit Dachsstrom zu betreiben.



    Mit freundlichen Grüßen

  • 1.Bei diesem Beitrag ging es darum darzustellen, dass lange Laufzeiten Wirtschaftlichkeit herstellen.


    2.Lieber Fuchs: zu deiner Beruhigung - die Tilgung des Darlehens in Höhe von 100 v.H. der Gesamt-Investition ist letzendlich die Abschreibung. Da die Tilgung nicht linear verläuft, habe ich sie bei den o.g. Zahlen in die laufzeitabhängigen Kosten deswegen hineingerechnet, weil auch Ersatzinvestitionen/Instandhaltungen, Motoraustausch @:pille fällig werden nach laufzeitbedingter Abnutzung. Auch diese waren berücksichtigt.


    schon vor 1 Jahr habe ich glaube ich geschrieben: es gibt Besser-Wessi`s aber auch einen Besser-Fuchs........ [*]

  • Hallo Reinhard,


    in den 14,2 Cent pro kWh soll also die Tilgung schon enthalten sein? Wie geht das? Wenn ich Brennstoffkosten sowie den Preis für die regelmäßige Wartung zusammen rechne,bin ich bereits bei fast 12 Cent angekommen. Wenn nun auch noch Geld für Reparaturen oder Motortausch zurückgelegt werden soll, wird die Tilgung wohl auf der Strecke bleiben.


    Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass Deine Zurechnung der Darlehenstilgung zu den laufzeitabhängigen Kosten sinnvoll ist. Das würde doch bedeuten, die Tilgung erfolgt dann je nach Laufzeit. Bei null Betriebsstunden pro Jahr würde dann die Bank auf jegliche Rückzahlung verzichten. Schön wäre es schon, nur gibt es das wirklich? Also, woher kommen die über 1.000 € Tilgung pro Jahr?


    Sicherlich kann sich jeder privat so glücklich rechnen wie er möchte, aber hier im Forum können nur richtige Angaben zur richtigen Entscheidung führen. Wem ist gedient, wenn ein BHKW gekauft wird, obwohl nur 3.000 Betriebsstunden im Jahr zu erwarten sind und somit aus der Stromverwertung niemals die Anschaffungskosten refinanzieren werden? Bei den gegenwärtigen Energiepreisen ist es für Umwelt und Geldbeutel besser die 30.000 € in Wärmedämmung und alle Formen der wirklich regenerativen Energiegewinnung zu investieren.



    Mit freundlichen Grüßen

  • Eigentlich wollte ich auf die fuchsigen Stellungnahmen nicht mehr reagieren, da aber vielleicht Gäste die Beiträge lesen von Mitdiskutanten , die kein BHKW haben, nun noch mal im Detail: Die realen Werte meines BHKW 2007/MFH 9 Einheiten


    Basis: 5.000 Bh/ 26.500 kwh


    -Öl-einsatz :6,22 ct/kwh


    -Wartung: 3,01 ct/kwh


    -Tilgung bzw. Abschreibung: 4,52 ct/kwh


    -Fremdmittel KFW: 1,63 ct/kwh


    -abzüglichz Mineralölsteuererstattung: ./. 2,07 ct/kwh


    ergibt: 16,29 ct/kwh Brutto-Erzeugungskosten


    Verkaufspreis Strom ESTW(Arbeit+Leistung) 21,22 ct/kwh


    Einspeisevergütung: ca.11,ooct/kwh(nur 10 Jahre bei Messung Arbeit, aber mit Leistungsmessung wesentlich höher- kommt!!!)


    Der break-even-point liegt danach bei min. ca. 50 v.H. Eigenverbrauch.Das habe ich erreicht und werde es sicherstellendurch Einstellung der Laufzeiten.


    P.S. Wie man durch Dämmung Stromkosten sparen kann , weiß nur unser lieber Fuchs.


    Deshalb habt Dämmung mit BHKW nichts zu tun. Selbstverständlich ist das Haus massiv gedämmt.


    Nur: in Deutschland sinkt der Wärmebedarf und steigt der Strombedarf.Deshalb muss der Strom wenigstens ökologisch mit


    Wärme-Kraft-Kopplung erzeugt werden.