Emissionszertifikate

  • hallo zusammen


    wollte mal fragen ob die leute, die ihre anlagen gewerblich nutzen, auch Emissionszertifikate haben!?


    oder hat man solche auch bei privater nutzung?


    Damit finden manchmal auch so noch ein paar euro den weg in die portokasse...


    mfg cesar1234

    hab zwar kein egenes BHKW, aber ich betreibe eins als angestellter! 1360kw el 1450kw th davon 4 stück! die machen SPAß

  • als anmerkung:


    Emissionszertifikate verbriefen einem Unternehmen das Recht, zum Beispiel eine bestimmte Menge Kohlendioxid innerhalb eines festgelegten Zeitraumes zu emittieren. Liegt der tatsächliche Ausstoß unter dem zulässigen Wert, können die nicht benötigten Zertifikate bzw. CO2-Mengen verkauft werden. Damit soll erreicht werden, dass Emissionen dort vermieden werden, wo es am kostengünstigsten ist.


    mfg cesar1234

    hab zwar kein egenes BHKW, aber ich betreibe eins als angestellter! 1360kw el 1450kw th davon 4 stück! die machen SPAß

  • Hallo Cesar1234


    Herzlich willkommen hier im Forum.


    Die meisten die hier im Forum aktiv sind sind private Nutzer. Es gibt aber auch gewerbliche hier.


    Beschreibe doch konkret wie sich das zusammen setzt meine CO² Einsparung beträgt für die letzten 26 Monate über 300to .
    zeig uns doch mal eine Beispielrechnung.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH

  • hmm,
    ein interessanter Aspekt...


    glaub aber,
    dass bisher nur die großen Unternehmen die bekommt haben, bzw bekommen werden.
    ...kleiner solln glaub ich erst später bedacht werden.
    Gabs da nicht sogar ein Stichtag, wo alle das bekommen, was sie gerade selber an Emissionen haben? Mir ist so, dass dies nämlich besonders attraktiv für die Kohlekraftwerksbetreiber ist....die alten Schleudern laufen lassen...Rechte kassieren und dann die neuen (die ja überall geplant werden) in Betrieb nehmen.


    Doch, da müsst man sich erstmal belesen...also betrachtet dies statement erstmal nur ausm Bauch-Gefühl



    Nur die Frage,
    selbst wenns das gibt, ob sich es bei kleinen, privaten Betreibern wirklich lohnt. Ich find, Kleinvieh macht zwar auch mist, aber da sollte es möglichst unbürokratisch vonstatten gehn.

  • Hi,


    auf lange Sicht sollen die Emissionsrechte komplett versteigert werden. Das Grandfathering ist notwendig gewesen, damit sich die Industrie und Energiewirtschaft auf das Handels- und Überwachungssystem einläßt.


    Insgesamt werden nur ein gewisser Teil der Branchen, insbesondere die energieintensiven Industrien und die EVUs verpflichtet, genügend Zertifikate vorzuhalten. Die entspricht etwas der Hälfte der bundesdeutschen CO2-Zertifikate. Kleinverbraucher werden nicht belangt, dazu wäre der bürokratische Aufwand zu groß.


    Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass der Preis eines Emissionszertifikates in einem Kubikmeter Erdgas oder Liter Heizöl schon mit drin wäre, da angenommen werden kann, dass der Endverbraucher dieses verbrennen wird.


    Gruß
    Gunnar

  • Hallo Gunnar
    Kann man dort nicht irgend wie für unsere KWK Lösungen einen Ansatz finden
    der sich finanziell für unsere Anlagen auszahlt.Wir alle helfen doch mit gewaltigen Mengen im Rahmen unserer Möglichkeiten ein zusparen.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH

  • Moin, mal ne Frage, ich bin eeg Volleinspeiser mit 100 Biogas. Das Gas kaufe ich ja teurer ein. Mit Strom und Wärme sollte ich doch auch eigentlich Zertifikate verkaufen können, oder?

  • Nee. Wenn Du als Stromerzeuger ausschließlich "regeneratives" Gas einsetzt, bedeutet das nur, dass Du keine Zertifikate kaufen musst.


    Genauer: Normalos wie ich, die im BHKW fossiles Erdgas aus Russland oder Norwegen verfeuern, bezahlen ab 01.01.2021 einen Zuschlag von zunächst 25 €/t CO2 (entspricht ca. 0,5 ct/kWh) auf den Erdgaspreis, der sich bis 2026 voraussichtlich auf 1,2 ct/kWh erhöht. Dieser Zuschlag (einschl. 19% USt 0,6 bzw. 1,4 ct/kWh) bleibt Dir erspart.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

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  • Eigentlich nicht ganz logisch, da ich ja auch immer Herkunftsnachweise brauche aus welcher Biogasanlage das gespeist wird. Ich dachte es sollte ein Handel geben, nicht nur Aufschlag. Aber klar, wer sind die Deppen?

  • Wenn du 100% Biogas bilanziell durchgeleitet bekommst wird auch kein CO2 Preis fällig. Die Nachweise muß der Gashändler führen nicht Du als BHKW Betreiber - das ist anders als bei EEG-BHKW.