Wieviel Wärmeverlust ist akzeptabel?

  • Hallo zusammen,
    ich hänge an einem BHKW . Durch unser BHKW werden ca. 80
    Parteien versorgt. Jeder von uns hat einen Zähler an seiner
    Abnahmestation im Keller. Dann gibt es noch mal einen Zähler
    am BHKW selbst.
    Mitte des Jahres wird immer abgelesen und die Abrechnung erstellt.


    Die Summe aller Zählerstände bei uns im Keller weist nun schon seit
    4 Jahren immer ca 30 % weniger auf als das BHKW selbst anzeigt.


    Es wird uns also allen bei der Abrechnung ca. 30 Prozent auf den Zählerstand
    im Keller aufgeschlagen.


    Nun meine Frage: ist dass normal? wieviel Verlust ist akzeptabel oder
    besser gesagt erlaubt?



    Vielen Dank schon im Voraus
    bdoehring

  • Hallo Bdoehring


    So aus dem stehgreif habe ich auch nicht die richtige Anwort.
    Jetzt erstmal ein paar Fragen.
    Wie lang ist das Rohrleitungsnetz des Nahwärmesythems?
    Aus was für einen Rohrmaterial besteht das Nahwärmesythem?
    Wie ist die Isolierung des Nahwärmesythems beschaffen?
    Wie alt ist gesamte Anlage?


    Mit den Antworten kann man vielleicht die Verluste errechnen.


    Besser noch man hätte die Produktbeschreibung des Nahwärmesythems und die Planungsunterlagen.Dann kann man das auch besser Bewerten ob die Angaben stimmen.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH

  • Wärme und Strom? Wenn beides wie spltten sich die Verluste?
    Mehr und genauere Infos zur Umgebung.
    Wie lang ist die Versorgungsleitung, welcher Typ Leitung, wie hoch sind Vor- und Rücklauftemp.
    Volumen- und Durchflussmengen in der Leitung.
    Pufferspeichervolumen und dessen Dämmstärke, Rohre so gelegt das keine Konvektion entstehen kann?


    Bernd

  • vielleicht noch eine Möglichkeit,


    wie werden Gemeinschaftsräume...also insbesondere Treppenhaus, Keller und co. versorgt?
    Evt. haben die ja keine Verbrauchszähler, da dieser Posten eh durch alle Mieter geteilt wird.


    allerdings würd mich auch noch eins interessieren,
    Du sagst am BHKW ist EIN Zähler selbst.
    Wie sieht es mit dem Warmwasser aus? Wie wird die Wärme zur Warmwasserbereitung erfasst?

  • leider habe ich jetzt keine genauen Daten, was ich jedoch sagen kann:


    -BHKW Baujahr 2003 mit Ford Motor für Stromerzeugung
    -das Baugebiet besteht aus 94 Haushalten wobei 20 Wohnungen
    und 74 Einfamilienhäuser dranhängen.
    -Das Baugebiet zieht sich über ein Gebiet von 220 X 110 Meter



    Hat hier jemand ähnliche Abrechnungsmechanismen und wie hoch
    ist bei euch der Aufschlag zum eigenen Zählerstand.


    Mir würden ja schon einige Erfahrungswerte mal reichen.


    Viele Grüße
    bdoehring

  • Hallo Bdoehring


    Gut ein BHKW mit Ford betreibe ich auch Ford baut Gasnotor von 1,1L Hubraum bis 7,3L ok da kennich mich aus.Aber den Rest pauschal über den Kamm scheren ist sehr pauschal und hilft dir wirklich nicht weiter. Nehmen wir mal an das ingesamt die Anlage mit 2.000 Meter Leitungslänge versorgt wird. kann der Wärmeverlust groß sein. Aber da stochert man immer noch im Nebel.


    Man braucht da schon mehr Angaben um das beurteilen zu können.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH

  • Hallo bdoehring,


    sicherlich ist ein Aufschlag nicht zu vermeiden. Wenn ihr auch das Warmwasser über die Fernwärme bereitet, sind natürlich gerade im Sommer die Verluste hoch.

    An den 30 Prozent Aufschlag musst Du Dich nicht unbedingt stören. Vielleicht kauft der Fernwärmelieferent die Energie durch Großabnahme sehr günstig ein. Entscheident ist doch, welchen Preis Du insgesamt für die kWh zahlen musst.


    Also, wieviele kWh werden Dir geliefert und was musst Du dafür zahlen?





    Mit freundlichen Grüßen

  • Hallo Fuchs


    Das ist auch ein guter Ansatz ein Freud von mir wohnt auch in einen Ökowohngebiet( wird mit einer KWK Anlage versorgt) und der stöhnt auch nur über den Preis sagt aber nicht was das kostet.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
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    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH

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  • Könnten das evtl. die Korrekturen für die Stromerzeugung sein?
    Da ja auch dem BHKW nur ca. 2/3 Wärme kommt?
    Dafür gibt es ja die Stromgutschrift.


    Evtl. eine Möglichkeit.
    Das so also der Brennstoff berechnet wird und die Stromerzeugung in den Preis mit einzupflegen und in einer extra Auflistung für den eingespeisten Strom wieder in Abzug zu bringen.


    Aber schon mal mit dem Anbieter gesprochen?
    Evtl. ist das ja der einfachste Weg eine Erklärung zu bekommen.


    Bernd

  • Hallo bdoehring,


    ich gehe davon aus, dass mit den angesprochenen 30 % der Aufschlag von 0,3032 im Zählerfaktor gemeint ist. Ist es so, würde ich mir darüber keine Gedanken machen. Bei einem Zählerfaktor von 1,00 ergäbe sich eine Kostensenkung für Dich von ca. 120 € pro Jahr.

    Insgesamt gesehen hast Du aber recht hohe Fixkosten. Grund- und Messpreis zusammen plus Mehrwertsteuer sind über 1.000 € im Jahr. Selbst wenn Du keine Wärme abnehmen solltest, diese Summe wird immer fällig. Da ist der Anreiz zum Sparen nicht sehr hoch.


    Was den Strom betrifft, kann ich die Abrechnung nicht so recht deuten. Ich nehme mal an, dass Du für den bezogenen Strom nicht noch extra zahlen musst, und dies also Deine Abrechnung für Strombezug und Stromverkauf des BHKW ist.


    Wenn nur das letzte Abrechnungsjahr betrachtet wird, hättest Du für Wärme und Strom folgende Kosten.
    Wärme 1.348,35 € minus 134,99 € Erstattung Strom (nur 2006 bis 2007) = 1.213,36 € plus 19 % Mehrwertsteuer = 1.443,90 €. Unter der Voraussetzung, dass keine weitere Zahlung für Strom nötig ist, sind 1.443,90 € für 2.923 kWh Strom und 5.907 kWh Wärme kein schlechter Wert.



    Mit freundlichen Grüßen