Ist mein Dachs korrekt eingestellt?

  • hallo an Alle,


    ich bin mal wieder ins zweifeln gekommen ob unsere Heizungsanlage für unsere Bedürfnisse wirklich optimal eingestellt ist.


    Kurze Anmerkung zu unsere Anlage. Wir haben ein kleines Wohngebiet mit 13 Wohnhäusern an einer Gemeinschaftsheizanlage angeschlossen. Die einzelnen Häuser besitzen eine Fernwärmeübergabestation (Wärmetauscher) für Heizung und Warmwasseraufbereitung und sind über ein kleines Fernwärmenetz miteinander verbunden. Jedes Haus kann ausreichend mit Wärme versorgt werden, wenn wir ganzjährig eine Vorlauftemperatur von 68 Grad zur Verfügung stellen. Das Herzstück bildet eine Heizanlage bestehend aus zwei Dachsen und einer 125 Kw Brennwerttechnik die die Spitzenlasten abfangen soll. Gepuffert wird das ganze mit einem 1000l Speicher. Die Dachse bekommen ihren Rücklauf parallel aus dem Netz und unten aus dem Speicher und speisen ihren Vorlauf in den Speicher oben ein. Von dort aus wird mitels einer kleinen Pumpe parallel in den Rücklauf der Brennwerttechnik eingespeist. Die Brennwerttechnik wird also durchlaufen und schaltet bei zu kaltem Rücklauf (zu geringe Dachsleistung) zu.


    Jetzt kommt endlich mein eigentliches Problem. Ich habe das Gefühl das die Dachse zu wenig und die BW-Technik zu viel läuft. Aufgefallen ist es mir in der letzten Woche als ich immer mal wieder feststellen musste das nur ein Dachs läuft und die BW-Technik und nicht der 2.Dachs. Für mich stellen sich nun ettliche Fragen.
    Sitzen unsere Fühler für die Dachssteuerung richtig?
    Haben wir überhaupt das richtige Dachsprogramm?
    Sind die Dachse wirklich für unsere Anforderung richtig programmiert? Stimmt die hydraulische Einbindung aller Teile eigentlich?
    Kriege ich meine Leistung überhaupt mit der kleinen Pumpe aus dem Speicher?
    Und, und, und.....


    Das alles folgt daraus, das wir die Anlage nicht selbst errichtet haben sondern notgedrungen aus einer Insolvenz gekauft haben. Somit kriegen wir den Errichter und Planer dieser Anlage nicht mehr ran. Die Kontaktversuche mit einem Senertec-Center verliefen auch nicht so das ich der Meinung bin das das alles nun richtig.
    Unserer hauseigenen Klempner die die Anlage damals auf Anweisung erstellt haben sind auch nicht so firm in dieser ganzen Materie.
    Und unser Dachspfleger kann wohl die Wartung ausführen und den Dachs reparieren, aber irgendwie glaube ich ihm nicht das er eine Ahnung hat von der Programmierung unserer Anlage.


    Also, gibt es irgendjemanden der uns vielleicht helfen könnte die Anlageneinstellungen und Aufbau mal zu checken, bzw. kennt jemand einen fachkundige Firma die uns helfen könnte.


    Bin für jede Hilfe wirklich sehr sehr dankbar.




    bis dahin erstmal



    Butze





    PS: Verbrauchsdaten aus 2006 und 2007 haben wir sehr detalliert aufgezeichnet, falls das helfen würde um einen weiteren Überblick zu bekommen.

  • das ganze ist ja schon recht komplex. Aber bevor der Spitzenlastkessel rein geht müssen erst beide Dachse laufen, so mein Verständnis! Bei einem Dachs mit Spitzenlastkessel ist es so, dass bei genügend Wärme dieser den Spitzenlastkessel sperrt. Bei zweien muss das m. E. genauso gemacht werden. Schaltet ein Dachs ab, "weil ihm zu warm ist", hat er den Spitzenlastkessel zu verriegeln, also die Sicherheitskette des Spitzenkessels in Reihe durch die Verriegelung der Dachse schleifen, erst wenn beide Dachse nicht verriegeln darf der Spitzenkessel laufen.


    EDIT
    was zeigt denn der stehende Dachs im Display an während der SK läuft?
    /EDIT


    Grüße


    Bruno

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  • Hallo Butze,


    wenn der zweite Dachs keine Probleme hat sollte natürlich der Spitzenlastkessel auch nicht laufen. Die Problemlösung sollte aber wirklich vor Ort untersucht werden. Wie wäre es denn wenndu dich an das zuständige Center wendest, oder habt ih rdas schon probiert? Ansonsten kann ich in eurem Gebiet auch nicht viel zu den dort ansässigen Firmen machen. Bei mir in der Nähe wäre das nicht so schwer. Da könnte ich diese Firma empfehlen.


    Gruß Dachs

  • Kannst du die hydraulik zeichnen?
    Der Kessel entscheidet also selbst ob er läuft und nicht die Dachssteuerung?
    Könnte schon ein Fehlerbaustein sein.
    Normalerweise schaltet der Dachs den Kessel, und wirf ihn schnell wieder ab sobald die Vorlauftemp wieder erreicht ist.


    Bei eurer Nahwärme (y) (Finde ich super) läßt sich bestimmt auch noch viel optimieren.
    Häuser scheinen Neubauten zu sein?


    Bernd

  • hallo nochmal und Danke erstmal für die ersten schnellen Antworten.


    Bruno44
    Also, der Spitzenlastkessel bekommt keine Freigabe vom "Master"-Dachs sondern ist auf eine feste Temperatur eingestellt. Die Aussentemperaturfühler sind so nachgebildet, das er immer versucht eine Temperatur von 68 Grad zu halten. Heißt, das er bei einer Rücklauftemperatur von ca 60 - 62 Grad anspringt. Das wurde laut meinem Wissenstand auf Anweisung eines Senertec Centers so gemacht. Die Anzeige auf dem Dachs lautet "keine Freigabe Bus" o.ä.. Wir haben nun vorgestern mal einen Wärmefühler aus der obersten Stellung im 1000l Speicher mal auf die mittlere Stelle gesteckt, und siehe da, es laufen beide Dachse permanent + teilweise der Spitzenlastkessel. Bei diesen Aussentemperaturen ist das bestimmt ok. Zweifle aber wie gesagt an der gesamten Konfiguration.



    Dachs
    Ich habe wie gesagt keine Hoffnung das uns dabei ein Senertec-Center helfen kann. Haben bei zwei Centern angefragt, bekommen aber irgendwie keine richtige Unterstützung. Die können ihren Dachs aufbauen, warten und reparieren, mehr wohl leider nicht. Danke für deinen Firmenrat. Werde mich vielleicht mal mit den unterhalten, bzw. fragen ob Sie uns vor Ort beraten können.



    Bernd der Dachsausbeuter
    Ich versuche mal eine Skizze zu erstellen. Ja, der Kessel macht das alles selbständig. Soll wohl so sein weil die Dachssteuerung zu träge wäre um unsere Vorlauftemperatur zu halten. Also ich zweifle halt ein bischen an der Leistungseinspeisung der Dachse. Es sind nunmal zwei Dachse mit Kondenser, also doch einer Wärmeleistung mit min. 25 kW. Das Nahwärmesystem finde ich auch super. Sind 13 Einheiten (alles Neubauten, vom Doppelhaus über Einzelhäuser bis zu Bungalows, sowie ein altes Bauernhaus). Der gesamte Gasverbrauch lag in 2007 bei ca. 300000 kWh Gas. Für jeden Optimierungsvorschlag sind wir also sehr dankbar.





    bis dann erstmal



    Butze

  • Zitat

    Original von ETG Hanne-Hof


    Also, der Spitzenlastkessel bekommt keine Freigabe vom "Master"-Dachs sondern ist auf eine feste Temperatur eingestellt.


    Das halte ich für Quatsch, die Dachse merken, ob es reicht oder nicht, danach können die sperren oder freigeben. Ansonsten läuft der Spitzenlastkessel, egal wie er konfiguriert ist zu häufig und verdrängt Dachslaufzeit.


    Zitat

    Original von ETG Hanne-Hof


    Dachs
    Danke für deinen Firmenrat. Werde mich vielleicht mal mit den unterhalten, bzw. fragen ob Sie uns vor Ort beraten können.


    kannst ja fragen, ob er Dachs bei Dir vorbeischicken kann :D


    Grüße


    Bruno

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  • Hallo ETG Hanne-Hof,


    wie Bruno schon ganz klar sagt, die Dachse müssen den Kessel freischalten. (y)


    Wenn der Kessel das selbst macht läuft er auch wenn es nicht nötig wäre.


    Gruss
    Spornrad

    -- Die Sonne ist die Quelle unserer Energie, die es richtig anzuzapfen gilt ! ---
    „Nicht alles, was zählt, ist zählbar!“ „Nicht alles, was zählbar ist, zählt!“ Albert Einstein

  • Moin ETG Hanne-Hof,


    bin an der Lösung Eurer Probleme sehr interessiert, benötige dazu mal vorweg folgende Angaben:


    Welche Fühler sind gesetzt ? (Reglertür öffnen, Unterkante der sichtbaren Leistungsplatine anpeilen, linke Leiste X2 auswerten).


    Welchen Weg nimmt der erzeugte Strom? (Eigenbedarf mit fixierten Zeitbereichen oder Volleinspeisung)


    Soviel vorab: Die Steuerung der Spitzenlasttherme über den Dachs ist nicht immer sinnvoll - die vorhandene Schaltung ist schon nicht falsch.


    Für schnelle Hilfe email dbitt@t-online.de oder Fon 04109 / 250290


    Gruß Dietrich


    und noch ganz wichtig!!
    Ein erfolgreiches 2008 an alle Forumsmitglieder und einen besonderen Dank an das Moderatorenteam für die geleistete Arbeit bisher und nicht zu vergessen: der Tom ist einfach Spitze.

  • hallo Butze


    wenn ihr das ganze Jahr über eine konstante Temperatur von 68 ° benötigt ist die Freigabe vom Dachs nicht notwendig. Da der Vorlauf aus dem Puffer durch die Therme ins nahversorgungsnetz fliesen kommt die Therme auf jeden Fall nur dann dazu wenn im Puffer nicht genug Wärme vorhanden ist. Sie kann dem Dachs damit auch keine Laufzeit wegnehmen so wie dir voreilig geschrieben wurde. Die Freischaltung der Therme wäre nur sinnvoll wenn die Hydraulik umgebaut würde, damit die Therme nicht immer durchströmt wird. Der Link zu der Firma war weil diese Firma selbst ein Nahwärmenetz mit etwa 35 Häusern unterhält, wo in der Heizzentrale auch zwei BHKWs stehen. Ich dachte das es hilfreich sein könnte, aber du kannst natürlich auch auf die blöde Anspielung von Bruno hören.


    Gruß Dachs



    edit


    Da war dbitt wohl schneller

  • hallo nochmal,


    ich sehe die Meinungen gehen ein bischen auseinander. Trotzdem weiterhin vielen Dank für eure Infos. Versuche mal ein bischen davon zu erörtern.


    dbitt


    Also ich bin der Meinung das wir einen Fühler ganz oben im 1000l Speicher und einen ganz unten haben. Werde das aber nochmal genau nachvollziehen welcher genau wo sitzt. Melde mich dazu morgen nochmal. Werde dir parallel dazu mal eine Hydaulikskizze zumailen.
    Der erzeugte Strom wird (bis auf unseren Eigenverbrauch für Straßenlicht und Pumpen) komplett eingespeist.



    Bin weiterhin an jedem Hinweis zur besseren Einstellung interessiert...




    Gruß Butze

  • Was ist an Brunos Hinweis blöd?
    Du kennst dich doch super mit der Steuerung aus,
    was wäre falsch daran dich als Hilfe anzufordern.
    Hätte doch nur Vorteile, den du köntest hinterher aus erster Hand die Fehlersuche und über deren Lösung berichten.