Erfahrungsbericht zu meinen Giese Energator BHKW

  • Hallo an Alle


    Seit dem 2.11.05 betreibe ich unser BHKW (Bertha) mittlerweile 17400 Bh am 23.11.07 abgelesen.


    Die Leistungskasse meines Typ´s ist 15 Kw elektrisch und 30 Kw Thermisch.


    Es gibt auch kleinere und größere Leistungsklassen.


    Was diesen BHKW Typ auszeichnet ist seine einfache Technik.


    Die Steuerung besteht aus einer einfachen Relaissteuerung die auch den Nichtfachmann nicht vor unlössbare Probleme stellt.


    Der Nachteil man hat keinen Startzähler, und Betreibsdaten muß man manuell erfassen. Auch das ist sehr einfach.


    Die verbauten Komponenten stammen fast komplett aus dem Fahrzeugbau.
    Die benötigen Ersatzteile lassen sich im Automobilzubehörhandel einfach und preiswert beschaffen.


    Auch die Ersatzteile für die Steuerung lassen sich ganz einfach beim Schaltschrankbauer zu besorgen.


    Die Wartungsintervalle 1000h bei Gas, 1000h bei Heizöl, 500h bei Pöl,
    sind relativ kurz.


    Die Wartung ist einfach und vom intressierten Schrauber auch durch führbar.


    Nach ein paar kleinen Problemen bei der Inbetriebnahme hat unser Bertha auch gute Standfestigkeit im Dauerlauf bewiesen.


    Was bei uns am meisten defekt ging war der OTgeber vom Motor (3 mal)ansonsten kommt die Konstruktion mit der Regelwartung aus.


    Wer die Bertha bei uns besichtigen möchte ist dazu recht herzlichlich eingeladen,auf einen persönlichen Erfahrungsaustausch freue ich mich nach vorheriger Anmeldung.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH

    2 Mal editiert, zuletzt von GB1530 ()

  • Hallo GB,
    danke für Deinen Erfahrungsbericht...schön auch andere und preiswertere BHKWs mal tuckern zu hörn.


    Aber eins stimmt mich stutzig


    Zitat

    Original von GB1530
    Seit dem 2.11.05 betreibe ich unser BHKW (Bertha) mittlerweile 17400 Bh am 23.11.07 abgelesen.


    17400h???
    Das bedeutet ja rund um die Uhr, das ganze Jahr lang
    Wie geht denn sowas?

  • Hallo Firestarter


    Das hast du richtig gelesen unsere durchschnittliche Tageslaufzeit liegt bei ca.23,7h pro Tag .Das ist für mich die Beste Laufzeitnutzung die ich mir Vorstellen kann.Wenn du mein Gebäude in der G-Map ansiehst dann weis du warum das so ist.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
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  • Hi GB,


    schönes Ding hast Du da und traum Laufzeiten dazu!! (y)


    Kannst Du evt. paar Bilder einstellen das wir deinen Kleinen Schiffsdiesel mal beäugen können???
    Und Interessant wär natürlich auch der Aufstellraum - Keller, Nebengebäude?? extra Umhausung zwecks Schallschutz??
    Fragen über Fragen. :D


    Mfg


  • Bei den angegebenen Laufzeiten,ist ja nach 6 Wochen eine Wartung fällig. Welche Arbeiten fallen an bzw. welcher Zeit und Materialaufwand hängt daran?
    Hat es Auswirkungen auf die Gewährleistungen, wenn die Wartungen selbst gemacht werden?


    Ansonsten nicht schlecht.......

  • Hallo Reinhard


    Während der Garantiezeit Habe ich die Wartung auch selber ausgeführt.
    Ich habe ein Tagesseminar beim Hersteller besucht, das war Bedingung für die Eigenwartung.


    In dem Seminar würde die Wartungcheckliste in Theorie und Praxis erklärt.


    Meiner Meinung nach ist es zwingend Notwendig das man Vorkenntnisse hat .


    Einen Schaltplan sollte man lesen können und ein Verbrennungmotor sollte schrauben können.


    Ein Zangenampermeter das auch Wirk und Blidleistung misst,ein Aggasanlaysegerät ist ein muß, der Werkzeugkasten sollte schon mehr Inhalt aufweisen als Hammer und Meisel.


    Wartungsumfang ist per Checkliste festgelegt.
    Zündkerzen, Filter, Öl, sind die Hauptbestandteile der Wartung.
    Sensoren überprüfen,Sicherheitskette checken fertig.
    Ich nehme mir dafür 2 Stunden alle 6 Wochen Zeit dann führe ich diese Arbeiten in aller Ruhe aus.


    Andere lesen Bücher in ihrer Freizeit und ich schraube Bertha.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
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  • Hallo GB1530,
    23,7 h/Tag, klingt rekordverdächtig. Wie hoch ist denn Wärmebedarf im Winter, wie hoch im Sommer. Das schaut mir danach aus, als ob Du ganz schön viel an Potenzial verschenkst. Passt da nicht eher ein 50 oder 100 kW-BHKW rein?
    Das würde bedeuten, Du hast zwar mit dem Giese-BHKW eine schöne Rendite, aber in absoluten Zahlen könntest Du noch viel mehr Geld aus Deinem KWK-Potenzial herausholen. Und natürlich mehr Energieeinsparung. Und mehr Klimaschutz.

  • Hallo Scottberlin


    Erstmal herzlich willkommen hier im Forum.


    Das habe ich mir auch schon gedacht.


    Monentan bauen wir ein Nahwärmenetz auf Leitungslännge 40m.


    Des weiteren haben wir ein Kabel 5 x 50² verlegt um unser Nebengebäude


    mit unseren Hauptgebäude zuverbinden.


    Wenn das jetzt Alles mit einer verbunden ist werde ich wohl einen 2. Block in den Keller stellen.


    Beim ersten BHKW habe ich meinen Öl Brenner auf 40 Kw. eingestellt und dann anhand der Bh mir diese BHKW Größe ausgesucht.


    Trotz BHKW liegt der Jahres zukauf beim Strom immer noch bei ca. 50000 Kwh.


    Mein Heitölbedarf liegt im Jahr noch bei 40000 L.


    Alle Werte rufen nach Luise ( 2.Bhkw)

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
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  • Hey GB1530,


    nix Luise, du mußt dir nen Jonny zulegen, vielleicht bekommst du dann noch eine kleine Agate :P ;))))) (hatten wir schonmal das Thema, beim Dachs :D )


    Gruß
    Tom

  • Hallo GB 1530,
    interessant das. Aber hast Du dich mit der Kesselleistung 40 kW oder bei den 40.000 Litern Heizöl nicht etwas vertan? Ich rechne @:pille : 40.000 Liter mal 10 kWh/ Liter dividiert durch 1800 Benutzungsstunden (typisch für Heizung + Warmwasser) = 222 kW Spitzenheizlast. Oder handelt es sich nicht um normale Wärmeversorgung sondern ein anderes Lastprofil mit mehr Benutzungsstunden??(


    Bei 222 kW Wärmelast würde jedenfalls Luise :D nach der Faustformel Heizlast mal 20 % gut reinpassen.


    (y) Tipp: Eine ganz gute Exceltabelle zur überschlägigen Wirtschaftlichkeitsberechnung von BHKWs gibt es übrigens gratis bei asue.de, dort "Blockheizkraftwerke" und dann Checkliste
    anklicken.

  • Hallo Scottberlin


    Das mit dem 40Kw Brenner habe ich vor dem BHKW Einbau ausprobiert um sicher zutellen das ich auch im Sommer eine hohe Benutzungsdauer habe.


    Ich weiß das ich aufeinen Spitzenlastkessel nicht verzichten kann.
    Wenn der Bus voll Gäste kommt und meine 50 Badezimmer alle auf einmal genutz werden dann sind 5000 Liter Warmwasser nicht viel.


    Da ich das ganze ohne Pufferspeicher betreiben will muß man bei der Größen Ermittlung vorsichtig sein.


    Meine Bertha deckt unsere jetzige Grundlast (ca. 10 Kw elt.) ausreichend ab.


    Wenn die beiden Gebäude auf einen Zähler angeschlossen sind und das Nahwärmesythem in Betrieb ist, werde ich eine elektr. Laszgangmessung machen und eine genauer Ermittlung meines Wärmebedarf tätigen.


    Ich denke an ein modulierendes BHKW ( Micro Gasturbine eventuell)


    Das Wärme und elektrisch geführt fahren kann.

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  • Zitat

    Original von GB1530


    Wenn die beiden Gebäude auf einen Zähler angeschlossen sind und das Nahwärmesythem in Betrieb ist, werde ich eine elektr. Laszgangmessung machen und eine genauer Ermittlung meines Wärmebedarf tätigen.


    Ich denke an ein modulierendes BHKW ( Micro Gasturbine eventuell)
    Das Wärme und elektrisch geführt fahren kann.


    Die Strom- und Wärmeleitung zum Nebengebäude ist eine sinnvolle Investition, da normalerweise dann eine Vergleichmäßigung des Bedarfs entsteht. Das bedeutet, dass mit einem gleichgroßen KWK-Anteil der installierten Leistung am Spitzenbedarf mehr ökologischer KWK-Strom und KWK-Wämre erzeugt werden kann. Die Jahresdauerkurve wird flacher.


    Sofern Du aus dem Grundlastbereich mit dem geplanten BHKW-Zuwachs herauskommst, wäre aber insbesondere für die Stromführung zu überlegen, ob man das Puffervolumen erhöht. Ob das nun Warmwasser- oder Heizungswasser-Speicher sind, ist ersteinmal nicht so relevant.


    Mikro-Gasturbinen sind eine feine Sache, die Capstone gibt es ab 30 kW_el. Die sind besonders zu empfehlen, wenn man mit den hohen Abgastemperaturen noch etwas anfangen will (z.B. Prozesswärme & Dampferzeugung). Angenehm sind auch die langen Wartungsintervalle und die hohe Verfügbarkeit. Allerdings sind die Investausgaben im Vergleich zu ähnlich großen Motor-BHKWs noch deutlich höher. Wenn ich mich recht erinnere sind es rund 2000 €/kW_el.


    Gruß
    Gunnar

  • Hallo Gunnar


    Der mir angebotene Preis liegt komplett bei €50.000 Netto.


    Capstone C 30 27Kw Elektr. 68 Kw therm.


    Die Kolbentriebwerke liegen da ähnlich im Preis.


    Die Wartungskosten pro h werden mit €0,29 angegeben.


    Hierbei handelt es sich um einen Vollwartungsvertrag.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
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  • Aber was willst Du mit 275 °C Abgastemperatur? Zum Niedertemperatur-Heizen ist das viel zu viel. Und der elektrische Wirkungsgrad liegt bei mageren 26%, eben drum.
    Nee, das ist was für Prozesswärmebedarf, wie Gunnar schon sagte.