dachs?? oder besser gasbrennwertkessel??

  • Zitat

    Steuerlich wird wohl nur das BHKW "gefördert" denn eine normale Heizung im Privathaus kann wohl kaum abgeschrieben/abgesetzt werden oder?


    Hallo Mathias,


    an anderer Stelle hast Du geschrieben, Dein Hof sei schon recht alt. Frag doch mal auf dem Amt nach, ob eine Anerkennung als denkmalgeschütztes Objekt drin ist. Dann kannst Du Dir zwar keine Solarpanels auf's Dach schrauben und hast ein bisschen Lauferei (untere, obere Denkmalschutzbehörde, Finanzamt...), kannst aber richtig Steuern sparen: Alle Maßnahmen, die dem Erhalt des Gebäudes dienen, kannst Du über 10 Jahre zu 9 Prozent p. a. abschreiben. Das umfasst dann auch die Heizung (und vieles andere mehr).


    Sofern Du aber vorhast, den Hof wegen Deines Gewerbes umzubauen, könnte Dich der Denkmalschutz bei den Umbaumaßnahmen stark einschränken. Das gilt es zu bedenken. Unter http://www.denkmalpflege-hessen.de/ kannst Du Dich auf der web site der für Dich zuständigen Oberen Denkmalschützbehörde Hessen über alle Details informieren.


    Gruß, maxnicks

  • Es muß heissen: Gasbrennwert und evt.Dachs!
    Erklärung: der Dachs amortisiert sich dann am Schnellsten, wenn einerseits seine Abwärme ca 20-30% des Spitzenwärmebedarfs deckt(viele Jahresbetriebsstunden)und andererseits durch die Stromerzeugung während des Heizbetriebs viel teurer Strombezug vermieden wird. Die Senertec-Leute können das sehr gut berechnen.
    Ein Spitzenlastkessel(Gastherme) ist auf jeden Fall erforderlich!
    MfG heizerhermann1

  • ...das war auch meine erste Empfehlung (siehe Beitrag auf Seite 1). Die Gesamtausgaben für diese Variante (HKA plus Kondenser plus Therme plus Pufferspeicher und Installation) liegen dann allerdings bei rund 30 Tsd. Euro.


    Gruß, maxnicks

  • moin moin!


    soooo...ich muss doch den trade mal wieder entmotten.... :D


    im prinziep sind oben genannte daten noch aktuell...das objekt wird momentan mit gas und elektrisch :sos: beheitzt...Umgerechnet auf HEL ergibt das einen jahresverbrauch von etwa 6000 liter...ich habs mal nachvollzogen, das stimmt so in etwa....durch dämmung usw könnte man fast auf 3000 liter herunter kommen... allerdings hat schon ein nachbarbedarf an fernwärme angemeldet, und einige (unbeheitzte) werkstatträume würde ich auch gerne mit einbinden, da dort cnc-maschinen reinsollen,die frost oder dergleichen übelnehmen...


    der verbrauch währe dann wieder bei 5000-6000 litern Heizlölequivalent (soll aber durch gas gedeckt werden...)


    den stromverbrauch habe ich auch mal beobachtet....das minimum nachts liegt so um 500-1000 watt


    üblich ist abends so 4-5 kw


    das maximum tagsüber bis zu 40 kw


    üblich sind eher 20 kw


    ich favorisieren ein BHKW wie den dachs...platz für grosse pufferspeicher habe ich....kein thema...


    alternative währe eine hotzhackschitzelheitzung, aber die ist eher teuerer und braucht 6-8 mal soviel platz wie der gas dachs (wegen spähnebunker usw.)



    wer im rhein-main gebiet ist nachweisslich kompetent für den dachs und hat schon mehrfach komplette anlagen erstellt?


    mein örtlicher heizungsbauer meinte zum thema dachs nur ??häää?? :freunde: ich hege zweifel, ob der das konsequent hinbekommen würde...


    mal so der aktuelle stand...über komentare würde ich mich freuen!


    mathias (hoffmann allradtechnik)

  • wer im rhein-main gebiet ist nachweisslich kompetent für den dachs und hat schon mehrfach komplette anlagen erstellt?


    Hallo Mathias,


    ich habe dir per PN die Koordinaten meines im Rhein Main Gebiet tätigen DACHS-Pflegers zukommen lassen: Zuverlässig, kompetent, freundlich, hilfsbereit - mit jeder noch simplen Frage konnte ich mich an das Team wenden, stets wurde mir geholfen. Im Herbst 2006 habe ich mir von denen ein "all inclusive" Angebot machen lassen (d. h. mitsamt Demontage und Entsorgung der Altanlage). Mein Erdgas-DACHS mit allem Drum und Dran (Kondenser, Pufferspeicher, Brennwerttherme, Nachspeisestation, Rückspülfilter) wurde im November 2006 geliefert, in weniger als einer Woche installiert und Anfang Dezember 2006 in Betrieb genommen. Mein Haustier war bis jetzt rund 7.500 Betriebsstunden unterwegs und ich bin sehr zufrieden. Bei Interesse können wir gerne einen Besichtigungstermin vereinbaren.


    Gruß maxnicks

  • Hallo,


    nun werd ich mich nach langer Zeit hier auch mal wieder melden


    ...denn auf ein paar pkt würd ich doch nochmal eingehn wolln


    - Bei deinen Verbräuchen, würde sicherlich ein Dachs passen...nicht nur thermisch, sondern auch der hohe Stromeigenbedarf sollte die Sache wirtschaftlich machen
    - aber,
    Du hattest damals auch geschrieben, dass Du in der Nähe kostenlos an Hackschnitzel kommen würdest. Hier würde ich doch mal dringend empfehlen ein excel zu erstellen und alles an Kosten da reinzubasteln. Nichts gegen BHKW (also wahrrlich nicht) aber wnen Du die möglichkeit hast kostenlos an einen Brennstoff ranzukommen, dürften sich da Anlagenmehrinvestitionen wohl in den meisten Fällen rechnen
    - falls BHKW , würd ich nochmal schaun..ob wirklich Dachs. Sicher, der Dachs ist ein ausgereiftes Produkt, aber das spiegelt sich auch ein wenig im Preis wieder (meine Meinung). In der Leistungsklasse gibts ja mittlerweile auch andere Anbieter. ecopower, Konrad Wiegel, Giese und und und.
    Da Du mit allradtechnik Deine Brötchen verdienst, denk ich mal dass Du doch auch grundkenntnisse in der Motorentechnik mitbringst. Und Dein Werkzeugkoffer hat doch wohl auch mehr als ein einen krummen Schraubenzieher und nen rostigen Hufnagel zu bieten. Worauf ich hinaus will....bei Giese wird Dir z.B. die Möglichkeit der Eigenwartung gegeben. Du bekommst nen crashkurs und die ersten paar Wartungen schaut Dir jemand auf die Finger....wenn das alles okay ist, kannste die Kiste selber warten ohne, dass Du Garatieansprücjhe verlieren würdest. Sicherlich interessant um die Kosten zu drücken.


    dann nochmal zur Auslegung,
    - Dein Nachbar hat auch Bedarf angemeldet...na um wieviel kwh/a handelt es sich da? Sollte man schon abschätzen, um es wirklich gut zu dimensionieren
    - Deine Hallen sollen auch was abbekommen? Hmm, als reiner Frostschutz...bringt es vermutlich nicht viel für Dein BHKW...bzw, dessen Wirtschaftlichkeit. In Tagen, wo ein Frostschutz benötigt wird, sollte das Ding auch ohne Hallen schon gut 24h/d durchlaufen. Deshalb würde für den Fall wohl eher der Spitzenlastkessel anspringen
    - da Du tagsüber einen hohen Stromeigenbedarf hast, könnte man evt auch mal ein klein bissl größeres BHKW durchrechnen. Würde dann die Laufzeiten verringern, aber durch hohe Eigennutzung evt. Vorteile bringen.

  • Hallo Mathias,


    da Dir ein Senertec-Partner bereits empfohlen wurde, sprich ihn gleich auf das MiniKWK-Zuschuß Förderprogramm bei der BAFA an. Vor irgendwelchen (Kauf-) Entscheidungen muß der Antrag eingereicht werden, sonst verschenkst Du schnell mal ca. 6000€. - Das Problem derzeit dabei ist aber, dass das Förderprogramm (vorläufig) zum 31.12.2008 endete! Also bist Du etwa zwei Wochen zu spät gekommen, oder must abwarten bis die Neuauflage des Förderprogramms verkündet wird (ist aber aus verschiedenen Gründen recht wahrscheinlich). - Einfach direkt bei der BAFA nachfragen, wann mit einer Entscheidung zu rechnen sei: http://www.bafa.de/bafa/de/ene…ni_kwk_anlagen/index.html


    Und dann hier posten!


    Für die Beantragungen hat mein Senertec-Partner 300€ netto aufgerufen. - Das sollte auch deutlich günstiger gehen. Ein dafür notwendiges Simulationsprogramm kostet etwa 500€ und mit etwas Sachverstand und dem bekannten Heizenergiebedarf ist selbermachen kein Problem.


    @all


    Gibt es hier im Forum nicht einen hilfsbereiten Planer mit der nötigen Ausstattung, der dies anbieten könnte? - Damit könnte man auch gut verschiedene Varianten 'durchspielen'.


    Dein Ziel bei der Planung sollten mindestens 5000 Jahresbetriebsstunden sein, damit Du die volle Förderung bekommst. Also gleich den Nachbar mit einbeziehen! Für Nahwärmenetze gibt es gemäß dem neuen KWK-Gesetz vom 25.10.2008 auch Zuschüsse - Antragsformular: http://www.bafa.de/bafa/de/ene…lare/kwk_wmn_blank_v2.pdf


    Für eine hohe Selbstnutzung des eigenen Stroms ist ein großer Pufferspeicher von Vorteil, da dann der Dachs insbesondere bei hohem Eigenverbrauch laufen kann auch wenn aktuell gerade kein Wärmebedarf besteht. Dies erfordert aber meist eine aufwändige Steuerung. Dafür gibt es hier zwei Spezis im Forum:


    Stichwort Unilogger und DigiEnergy


    @WhisperMan - Wie bekommt man Zugang zu DigiVISU ?




    MfG


    Denkmaler

  • moin moin !


    vielen dank euch allen für die anregungen!


    firestarter: neben gas-lösungen(wie dem dachs) bin ich am überlegen , einen hackschnitzelkessel aufzustellen...
    meine überlegungen dazu sind folgende
    -ich bekomme kostenlose hackschnitzel (etwa G30) von einem verwanten gartenbauer...aber: diese sind frisch zerschreddertes holz mit entsprechend hohem wassergehalt...(alle holzarten) ein vertreter von gilles meinte, für die heizung kein problem , aber die lagerung könnte problematisch werden...
    -ich habe genügend lagerplatz...auch ein 50m³ bunker währe kein problem, allerdings muss das alles erst gebaut werden(und bezahlt werden)
    -ich kann nicht einschätzten, wie gross das "kompostierungsproblem" bei feuchten hackschnitzeln ist.
    inwieweit kann mandurch geziehlte konzeption des bunkers und belüftungsmassnahmen das problem in den griff bekommen? Vortrocknung auf freiflächen scheidet aus, da der gartenbauer das material direkt nach dem hexeln liefert.....(kurze wege, laster schnell wieder leer..)
    -da ich ein gewerbe habe, könnte man in zukunft noch erheblich mehr heizleistung für die werkstatt abnehmen... diese ist momentan unbeheitzt.


    -die wartung eines Bhks ist keinerlei problem für mich, ich überhohle gelegentlich auch motoren und getriebe...


    es ist ALLES an werkzeug vorhanden...
    -ich muss die schnitzel von der lkw-abkippstelle bis in den spähnebunker etwa 3 meter hoch und 4 meter weit befördern...es ist also ein förderband oder ein gebläse nötig....
    gibt es eigentlich hackschnitzelheizungen, die mit sterlingmotor strom erzeugen...? KWB bastelt ja wohl an sowas rum... das ganze würde mich besonders reitzen...
    sinnvoll? erprobte technik? also, zumindest konnte mir noch keiner ein marktreifes produkt anbieten...


    bestechend ist selbstverständlich der kostenlose brennstoff...nachteilig ist der platzbedarf, der mindestens 8-10 mal so gross ist wie für einen gas-dachs (mit spähnebunker) auch würde die hackschnitzelanlage erheblich teuerer, als eine dachs-anlage, nicht nur von der gerätetechnik, sondern auch wegen baumassnamen....


    vorallem kann ich nicht einschätzen, inwieweit die feuchten holzschnitzel probleme machen...
    über tips und hilfe würde ich mich sehr freuen...
    mfg: mathias

  • Hallo,

    -ich kann nicht einschätzten, wie gross das "kompostierungsproblem" bei feuchten hackschnitzeln ist.


    Wenn ich mit meinem Scheibenradhäcksler Bäume/Grünschnitt auf einen Haufen häcksel, dann ist es schon nach 2-3 Tagen am Dampfen, innen im Haufen sind dann so 60 Grad, nach einem Monat ist der Haufen dann innen richtig erdig...
    ...ich decke aber nichts ab, der Regen spielt hier auch immer eine Rolle!
    Ich kenne einen Gartenbaubetrieb, der mit Hackschnitzeln heizt, da ist das brennstofflager sogar durch selbstentzündung abgefackelt!


    auch würde die hackschnitzelanlage erheblich teuerer, als eine dachs-anlage, nicht nur von der gerätetechnik, sondern auch wegen baumassnamen....


    Problem ist auch, das viele Anlagen, huptsächlich solche, die mit Schneckenzuführungen arbeiten, nicht mit dem Hackschnitzelmaterial zurechtkommen, das solch ein GaLaBau - Häcksler ausspuckt. Zumindest bei meinem Schliesing ist das sehr unhomogen, von Sägespänegröße, bis zu 10cm ist alles dabei!


    Die Heizungen, die das können haben zunächt einen Bunker mit Schubboden, dann eine sehr große, kräftige Transportschnecke, gefeuert wird dann mit einem hydr. Stößelsystem, das auch mal ein paar fremdkörper mitverarbeitet. Zur Vortrocknung, und Verbrennung gibt es dann ein bewegliches Rost. Diese Anlagen sind dann aber sehr Teuer, das sie sich nur bei wirklich großem Wärmebedarf lohnen!


    Gruß Dachsgärtner

  • Hallo Mathias,


    ich wohne nicht weit weg von Dir, wenn Du also noch nen Dachs besichtigen willst, sag ruhig Bescheid. Ich hab ein ähnliches Objekt wie Du, 255 qm Wohnfläche, auch praktisch nichts isoliert, 100 Jahre alt.


    Ich habe letzte Woche mal alle Wirtschaftlichkeitsdaten für meinen Gasdachs gesammelt, guckst Du hier.


    Weil der kleine in diesen kalten Tagen 24 h läuft und damit alleine gerade mal auf 45°C Vorlauftemperatur kommt, unterstütze ich ihn mit einem wassergeführten Kaminofen, der hat etwa 10 kW und kriegt zusammen mit dem Dachs dann 60° hin, was dann vollkommen ausreicht. Es gibt sicher auch wassergeführte Öfen, die Holzschnitzel fressen, wahrscheinlich mit manueller Zuführung. Ich wollte keinen Spitzenlastkessel; wir haben hier jede Menge Holz, es ist zwar etwas Arbeit mit der Bedieung des Ofens, aber so viele kalte Tage haben wir ja nicht. Und der Kaminofen ist auch richtig gemütlich.


    Grüße vom Minister

  • Moin Moin!


    Alle Jahre wieder muss ich den Trade mal Entmotten....Sorry...


    Die weiter vorne genannten Parameter sind noch aktuell....Es wurde an der altinstalatin noch nichts geändert...momentan läuft auch alles...jedoch wird nächstes oder übernächstes jahr wohl endgültig die sanierung fällig...


    das sich ja wohl einiges ändert (einspeisevergütung, förderung usw) wollte ich mich mal melden, was ihr so dazu meint...


    auch werde ich wohl dann meinen mietern und mir selbst (getrennte zähler firma und privatwohnung) strom und heitzleistung verkaufen.


    die leute die freundlicherwiese eine anlagenplahnung und eine dachs-in-betrieb besichtigung angeboten haben, werde ich demnächst mal kontaktiern...


    braucht der dachs eigentlich irgenteine art von fundament? der keller, in den er reinsoll, hat gestampften lehmbode, mit ziegelsteinen "gepflastert"


    es ist inbesagtem keller, in den der dachs soll, kein heizungsraum vorhanden...es gibt also keine feuerschutztür usw.es ist ein ganz normaler keller in eienm wohnhaus...geht das ? oder muss ein "heizungsraum" nachgerästet werden? (teuer)


    u verlegen, da kein nutzbarer kamien vorhanden ist...kann der brennwert-dachs einfach so im erdgeschoss über die aussenwand "abgasen" ? das würde einige 1000 euro sparen...


    mfg: mathias hoffmann

  • Moin Moin!


    Mal der Stand der dinge, vielleicht interessiert es ja jemanden.


    Ich habe jetzt einen grossen Scheitholzkessel (Vergaser , für 1m Scheite, 45 KW)


    Für den Sommer, solar-Flachkollektoren


    und seit ein paar tagen einen gebrauchten heitzöldachs, aber der sit mehr Spielerei, falls mal keiner da ist , zum holz nachlegen.


    Hohe Laufzeiten sind nicht nagestrebt, nur ein paar 100 Stunden im Jahr...


    Ich schreibe aber naoch was in den Dachs -Trade.



    mfg: mathias