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  • »Bernd der Dachsausbeuter« ist männlich

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9

Sonntag, 8. August 2010, 21:58

Tom meint wahrscheinlich den schlechten durchschnittlichen Wirkungsgrad der verbauten Anlagen.
Die meisten Wärmepumpen die verkauft werden sind Luft/Wasser Anlagen, die haben leider den Nachteil das sie grade wenn man Wärme braucht den schlechtesten Wirkungsgrad haben.
Dazu kommt das viele Heizis WP's in Umgebungen einbauen die eigentlich nicht dafür geeignet sind.
Trinkwasser mit WP's hat auch nicht grade einen guten Wirkungsgrad.

Um die Verluste aus den Großkraftwerken und Transportverlsute zu komensieren muss schon mindestens ein OP von 3 als Durchschnitt da sein
und dann ist eine WP nur so gut wie eine normale Brennwerttastherme!
Es gibt im Netz ein Datenbank wo User ihre Werte eintargen können, der erreichte Schnitt dort über Jahresmittel sieht leider nicht so gut aus für WP's.
Dazu kommt das die verbilligten Stromtarife für Heizstrom überall wegfallen, dadurch wir eine Wp noch unrentabler,
den 1 KW Wärme aus Gas ca. 6 Ct, ist günstiger als Wärme aus Strom ca. 21 Ct/COP3= 7ct

Das Wp momentan so gepriesen werden als Allheilmittel liegt auch teilweise an der schaffung von Zukunftsmärkten für die großen 4.
Reine Überlebensstrategie!

Was allerdings nicht heißen soll das WP's in der richtigen Umgebung und passender Haussteuerung ein super Sparmöglichkeit sein kann!
Signatur von »Bernd der Dachsausbeuter« Wer einmal fragt, wirkt für einen Moment dumm, wer es nie tut, bleib es sein Leben lang




10

Sonntag, 8. August 2010, 22:11

hi ho

frisch aus dem Urlaub, melde ich mich dann mal gleich hier zurück

ja Bernd,
so ähnlich wird der Tom es wohl meinen

Zu den Krafterkswirkungsgraden findet man tolle Info's auf den Seiten der AG-Energiebilanz
...so u.a. das der Kraftwerkspark in Deutschland in 2008 (oder 09) ein durchschnittliche Primärenergieeffizienz von sage und schreib 27% hatte

und um es etwas korrekter zu machen
ein Cop>3 reicht da nciht aus...aber >3 schaffen auch fast alle
Wichtiger ist die Jahresarbeitszahl JAZ. Und auch wenn es hier durchaus positive Ausreisser gibt, liegt die masse der Systeme nur um 3
und die Luftpumpen, die rund die Hälfte aller WPs ausmachen nur bei "guten" 2

Mit steigenden Anteil an EE wird die WP durchaus eine gute ökologische Alternative
im jetztigen Energiemix ist es noch nicht so prickelnd und der Werbespruch "nutzt Umweltwärme" ist nahezu verlogen, denn die Umweltwärme ist nichts anderes, als die Abwärme die in den Großkraftwerken an anderer Stelle entlassen wurde.

Absorbtionswärmepumpen, gasmotorische WP, BHKWs haben wirkungsgradtechnisch deutlich die Nase vorn
...zumindest beim bisherigen Energiemix und auch auf absehbare (BHKW-Lebensdauer) Zeit
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Tom3244

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11

Sonntag, 8. August 2010, 23:14

Hi,

jo Bernd und Fire haben es exakt auf den Punkt gebracht, genau das meinte ich damit. Was ich oft so bei Inbetriebnahmen sehe, da rollt es einem die Zehennägel nach hinten. Die "Schweinerei" an der ganzen Sache ist, das die Energieversorger da billigen Strom für hergeben. Wenn dann die Kunden am Tropf hängen, folgt der Hammer. Willst du aber einigermassen "sauberen" Strom an die Energieversorger verkaufen, dann bekommst du so viele Knüppel zwischen die Beine geworfen, das glaubst du gar nicht. Ist doch eindeutig was deren Interesse ist ;)


Grüße aus Rheine

Tom
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12

Dienstag, 11. Dezember 2012, 06:34

Neue Strompreiserhöhung, Kombination Wärmepumpe/BHKW

Deshalb greife ich noch mal das Thema auf. 25 Cent für Strom, 7 Cent für Gas.
Vollversorgung mit WP ist da meist witzlos. Gas ist umweltfreundlicher als Kohle/Atommix.
Trotzdem, ich habe mehrere Wasser/Wasserwärmepumpen gebaut , mit einer Leistungszahl einschließlich Grundwasserpumpe über 4,5 im Jahresschnitt.
Würde ich heute nicht mehr machen, als Vollversorgung. Nur als Zusatz, aber dann Luft/Luft. Sprich, das kleinste Hochwirkungsgrad-Klimawandgerät von Mitsubishi H.I. oder Hitachi, wirklich nur das kleinste und leistungszahlstärkste und nur oberhalb -5 Grad Celsius.

Ganz anders sieht es aus in der Kombination mit einem Blockheizkraftwerk. Damit würde ich eine fast beliebige Wärmepumpe fest verheiraten. Dann hat man immer 100% Stromnutzung. Auch der Umweg über die zwei zusätzlichen Umwandlungsstufen rechnet sich da noch.
Warum? Ob man den Strom für 4 Cent wegwirft, oder ob man mit der Wärmepumpe mit COP 2,5 Wärme im Werte von 17,5 Cent (gemessen am Gaspreis von 7 Cent) erzeugt, ist immer noch ein gehöriger Unterschied. Luftwärmepumpen ändern Leistung und Stromaufnahme extrem stark mit der Temperatur. Hier ist der Einsatz einer regelbaren (gibt es nicht fertig) Wärmepumpe sinnvoll, oder von mehreren, die man passend zuschaltet.

Insofern, nicht einfach Wärmepumpen als sinnlos verwerfen! Die Außenkästen sind hässlich und oft laut, die sollten hinter Pflanzen versteckt werden.
Ansonsten meine Empfehlung: die wirklich kleinsten und besten von Mitsubishi Heavy Industries und Hitachi.
Halbierung der Heizkosten in Kombination mit BHKW: kein Problem. Lärm: diese nicht!
Signatur von »bernd schlueter«

EEG und KWK sind zum Hindernis für die Energiewende geworden, die startet voraussichtlich im Ausland. Strom ist so teuer geworden und Kohle immer noch unversteuert, sodass sich unsere Stadtwerke dumm und dämlich verdienen, wenn sie ihre Uraltkraftwerke weiterbetreiben. Nun auch Kritik aus der Industrie:

Artikel in der Rheinischen Post

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13

Dienstag, 11. Dezember 2012, 07:04

Im falschen Thread gelandet

Hier ging es um ein virtuelles Kraftwerk, da ist die optimale Verwendung des erzeugten Stroms schon vorgegeben und eine Kombination BHKW/Wärmepumpe unsinnig! Die Kombination ist hingegen sehr sinnvoll, wo solch ein Zusammenschluss einzelner BHKW-Betreiber nicht möglich ist und nur Eigenverbrauch, zwar eigentlich auch unsinnig, aber die einzig mögliche Lösung unter den Machtverhältnissen der Monopolisten ist..
Ich halte es für die Zukunft für extrem wichtig, dass wir nicht mit dem Netz der Großen gefangen und ausgequetscht werden, sondern, dass wir es frei benutzen dürfen. Einige weitere Initiativen wie in Hamburg gibt es schon. Die Schönauer mussten das kommunale Netz zum fünffach überhöhten Preis kaufen, um endlich frei zu sein. Das ist noch heute eine starke Belastung.
Signatur von »bernd schlueter«

EEG und KWK sind zum Hindernis für die Energiewende geworden, die startet voraussichtlich im Ausland. Strom ist so teuer geworden und Kohle immer noch unversteuert, sodass sich unsere Stadtwerke dumm und dämlich verdienen, wenn sie ihre Uraltkraftwerke weiterbetreiben. Nun auch Kritik aus der Industrie:

Artikel in der Rheinischen Post