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lipstick

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  • »lipstick« ist der Autor dieses Themas

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1

Sonntag, 11. Dezember 2011, 15:11

EcoPower 3.0 jetzt ok?

Hallo Zusammen,


habe mich durchs Forum gewälzt und den Eindruck gewonnen, dass das Ecopower 3.0/4.7 mit den verbesserten Komponenten deutlich verbessert läuft. Wir haben vier Wohneinheiten liegen bei etwa 40.000 kWh/a.

Auch wenn noch keine Langzeitergebnisse zu den neuen Komponenten vorliegen:

-würdet Ihr es jetzt kaufen? oder ein anderes Gerät (zB pauschal auf Vissmann Q1/2012 warten oder einfach Dachs oder gar Kirsch)?
-wenn ja zu Vaillant, mit diesem verdammt teueren Voll-Wartungsvertrag (mit 980EUR oder so ähnlich) oder soll man auf die verbesserten Komponenten spekulieren und Wartungen je nach Bedarf bezahlen?
-oder generell noch warten bis die Novelle des KWK-Gesetzes raus ist?

Danke schon mal!

Lipstick




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BHKW: KW Energie

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Sonntag, 11. Dezember 2011, 15:33

Die Motoren sind ja bisher nur Marathon Motoren von Schrick überarbeitet. Die "echten" Schrick Motoren sollen 2012 kommen. Beim Wechselrichter soll es Verbesserungen gegeben haben - bzw. eine Drehmomentbegrenzung in der Software der Motorsteuerung um eine Überlastung des Wechselrichters zu verhindern.

In wie weit diese Bemühungen von Vaillant Früchte tragen muss sich zeigen... hoffen wir mal, dass es nicht beim "war stets bemüht im Rahmen seiner Möglichkeiten" bleibt.

Probleme hatte vor allem das 4.7 - das 3.0 ist ein gedrosseltes 4.7 und war daher bisher auch sehr unauffällig ;)
Signatur von »Neuendorfer« Man achte darauf, dass der BHKW-Lieferant nicht gegen § 312 StGB verstößt. :neo:
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gemm

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BHKW: Vaillant ecoPOWER 3.0

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3

Montag, 12. Dezember 2011, 10:03

Zitat

das 3.0 ist ein gedrosseltes 4.7 und war daher bisher auch sehr unauffällig ;)

Liegt vielleicht auch daran, dass es davon nicht so viele gibt ? Ist jetzt nur eine Schätzung meinerseits.

Ich habe ein Erdgas 3.0 Modell D (blaue Laufbuchse am Motor - aber noch nicht das Schrick Modell). Es gibt ein paar Punkte, die bei dieser Maschine kritisch sind. Zunächst mal hat es die gleiche Konstruktion wie das 4.7 und daher auch die gleichen konstruktiven Schwächen. Die Elektronik ist nicht mechanisch entkoppelt und schwingt mit(was der Lebensdauer abträglich ist). Der Lüfter am Wechselrichter hat Gleitlager und ist hängend montiert - hat daher eine recht begrenzte Lebensdauer (ca. 2 Jahre). Der Luftfilter sitzt oben im Gehäuse wo es am heissesten ist. Durch die Hitze verengt er die Poren und setzt sich schnell zu. Bei mir ist alle 1000h ein Wechsel nötig, sonst startet die Anlage nicht mehr. Die max. Drehzahl schwankt wie ein ein Rattenschwanz zwischen 2400 U/min ("Werkseinstellung") und 2750 U/min. Meist steht sie irgendwo bei 2500U/min, was zur Folge hat, dass 9kW therm. und 3kW el. recht zuverlässig produziert werden. Bei 2750U/min erfolgt Abschaltung (Überdrehzahl), was häufig vorkommt. Die Anlage startet dann aber von selbst wieder. Der Motor scheint durchaus langlebiger zu sein als der vom 4,7 weil er - wie bereits geschrieben - weniger belastet wird (habe derzeit knapp 12000h auf der Uhr). Der Vollwartungsvertrag frisst fast die komplette Einsparung auf, aber eine jährliche Wartung mit Ölwechsel kostet auch so bereits 450 Euro und die ist imho im Wartungsvertrag schon mit drin. Beim Vollwartungsvertrag entfällt eben die Diskussion um Kulanz wegen vorzeitig verreckter Komponenten.

Würde ich es wieder kaufen ? Ja. Aber nur unter Berücksichtigung des Gesichtspunktes "Hobby" und nur mit einem Spitzenlastkessel als Unterstützung und/oder Backup. Wir brauchen ca 40-45000kWh/a Wärme pro Jahr und das ist die Grenze des 3.0. Wenn es draussen lausig kalt ist (unter - 7) reicht das 3.0 nicht mehr aus. Bei deinen angepeilten 40000kWh ist eine Spitzenlasttherme also ebenfalls Pflicht.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »gemm« (12. Dezember 2011, 10:14)


Herzogsweg16

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BHKW: Vaillant ecoPOWER 4.7

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4

Montag, 12. Dezember 2011, 12:46

Hallo lipstick, ( ist das ein Sinonym für eine Frau oder perfekte Täuschung ? ) erst einmal herzlich willkommen im Forum :thumbsup: .

Einige Sachen hat gemm schon angesprochen bzw. beschrieben.

Ich selber betreibe ein ecopower 4.7, Bj. 200,8 mit Erstinbetriebnahme 02/2009. Anfänglich gab es viele Probleme mit der Elektronik. Die wurden aber im Gewährleistungszeitraum klaglos getauscht. Da das Gerät bei den eingestellten 3.400 U/min. enorme Schwingungen erzeugt hatte, habe ich seit Anfang 2010 die Drehzahl auf max. 3.300 U/min begrenzt. Da war auch noch der erste Motor verbaut. Zumindest gab es ab diesem Zeitpunkt keine Elektronikprobleme mehr. Es scheint sich bei den Komponenten seit dem Einstieg von Vaillant vieles zum Positiven geändert zu haben. Das sieht man ja auch am neuen 1.0. Das ist eine ganz andere Welt, dagegen sind die 3.0/4.7 Youngtimer.

Der überarbeitete Motor von Schrick werkelt bei mir seit März 2011 ( von ecopower bei Ablauf der Gewährleistungsfrist ohne großes Primborium getauscht, bei knapp 12.000 Bh ). Schon dieser Motor ist eine ganz andere Welt ggü. den Rasenmähermotoren von vorher, er läuft wesentlich leiser und schwingungsärmer. Dieser Winter ist zwar nichts gegen die zwei letzten Winter, aber mein Fazit wird trotzdem nach dem ersten Jahr sein, dass der überarbeitete Motor ca. 25 % weniger Brennstoff verbraucht, da er zum Beispiel bei 3.300 U/ min trotzdem fast 4,7 kw Strom erzeugt. Nur die Wärmeausbeute ist etwas geringer, sie liegt bei dieser Drehzahl bei durchschnittlich 12.3 kw. Das zeigt sich auch bei den Abgastemp.. Diese sind geringer als beim alten Motor.

Wenn in 2012 ein insgesamt überarbeitetes 4.7 kommen sollte, dann würde ich evtl. abwarten. Es kann natürlich sein, dass man dann aber bei den ersten Geräten erst mal wieder Produkttester mit häufigen Mängeln ist.

Ich habe bei meinem Gerät auf den Vollwartungsvertrag verzichtet. Falls nicht gerade der Motor kurzfristig verreckt, ist ein Ausfall anderer kostenintensiver Komponenten eher unwahrscheinlich. In der Regel ist im Jahr eine Wartung fällig, da gibt es inzwischen auch Angebote, die keine 450,- € kosten. Kann man natürlich erst machen, wenn die Gewährleistung abgelaufen ist. Wenn man also das gesparte Geld aus dem Vollwartungsvertrag abzgl. der Wartungskosten auf ein Rücklagekonto legt, dann kann nach 3,4 Jahren auch mal der Motor kaputt gehen ohne einen finanziellen Exodus zu erleben. Hält der Motor am Ende länger, hat man auf jeden Fall eine bessere Rendite.

Ich halte es ähnlich wie gemm, alle 2.000 Bh gibts neue Zündkerze und neuen LuFi. Dann läuft das Teil fast ohne zu klagen.

Steuerungstechnisch ist mein 4.7 trotz seines Baujahres vollkommen ausreichend. BHKW und Spitzenlastkessel funktionieren inzwischen im Zusammenspiel sehr gut und es hat noch keine Mietpartei gefrohren.
Signatur von »Herzogsweg16« Energie(sche) Grüße Herzogsweg 16 :thumbsup: