Lieber Besucher, herzlich willkommen im BHKW-Diskussionsforum!
Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie einfach das Registrierungsformular, um sich kostenlos zu registrieren.
Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.
ich bin neu in diesem Forum, habe aber schon etwas mitgelesen. Ich bin natürlich sehr froh, das es für so ein komplexes Thema ein solches Forum existiert und man nicht alleine gelassen wird.
Mein Vater und ich haben uns nun mit dem Thema etwas auseinandergestzt und uns ein Angebot erstellen lassen. Derzeit wird die Wärme mit einer Holzheizung (65kW, 90cm Holzscheite) erzeugt. Allerdings ist das Holzmachen auf die Dauer nicht mehr machbar für uns. Zusätzlich sind 5 Kollektoren auf dem Dach, die dann abmontiert werden. Meine Frage zu diesem Angebot:
- benötigen wir wirklich 2x Dachs, 2x Kondenser, 2x Speicher und den Spitzenlastbrenner (ca. 430 m² Wohnfläche verteilt auf 2 aneinandergebaute Wohnhäuser, 10 - 12 Personen, da Mietwohnungen mit dabei)
- sind alle Preise soweit berechtigt, oder überteuert?
- es kommt ja noch der Gasanschluss extra, sowie die Elektroinstallation (Zähler)
- wie würdet ihr die Zähler anordnen, Stromverkauf evtl. an die Mieter
- mein Vater plant einen Pool, der im Sommer beheizt werden soll, damit der/die Dachse auch im Sommer Strom erzeugen
Ich hoffe, ihr könnt mal über das Angebot schauen und mir ein paar Tipps, positives oder negatives Input geben. Sollten noch Angaben fehlen, einfach kurz nachfragen!
Kurz und knackig. Im Angebot steht sinngemäß: "der Großteil des erzegten Stromes wird an den Energielieferanten verkauft" Hier sehe ich das größte Problem. Wenn IMHO nicht min. 60 % des erzeugten Stromes im Haus bleiben wird es zumindest nach der Förderung, also in 10 Jahren, mit der Wirtschaftlichkeit problematisch werden. KWK-Anlagen sollten IMHO nach der Grundlast des Stromverbrauches und nicht nach der Grundlast des Wärmeverbrauches ausgelegt werden.
Viele Grüße
Joachim
Übrisgens, ich hätte personenbezogene Daten im Angebot unkenntlich gemacht. Nicht das dir da noch einer an die Karre fährt.
danke für deine Antwort, dadurch schaut man sich die Angebote noch einmal genau durch. Wir haben hier einen Jahresstromverbrauch von ca. 14000 kWh, die Dachse erzeugen bei gerechneten 2200 Bh pro Dachs ca. 24000 kWh. Der Planer geht von 70% Eigenstromverbrauch und 30% Stromzukauf aus. Wenn ich es dann schaffe, Strom zu verbrauchen, wenn der Dachs läuft, dann muss ich nicht 30% Strom zukaufen, sondern weniger. Man müsste jetzt quasi nicht mehr penibel auf den Stromverbrauch achten, sondern nur darauf, ob der Dachs läuft oder nicht.
Die Frage ist aber eher, ob ich für die Wärmeerzeugung 2 Dachse und den Spitzenlastbrenner benötige, und ob die Preise angemessen sind.
Ich versuche mal, die betriebswirtschaftliche Berechnung zu Scannen (DIN A3).
Gruß
jgoller
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »jgoller« (13. Februar 2012, 15:46) aus folgendem Grund: Anlage Wirtschaftlichkeit
Und nur ein Dachs läuft bei Dir 4400Bh und erzeugt auch 24oookwh, spart obendrein Wartungs und Betriebskosten, Reparaturen, Nerven etc.
Denke 2 Pufferspeicher mit 1x SE30 +Dachskondenser sollten alles decken und der Strom bleibt fast alles im Haus!
Nur so ein Gedankespiel von mir.
das sind die Gedankengänge, die ich hören möchte. Die Frage ist einfach nur: Langt die thermische Leistung eines Dachses (+Kondenser) aus, wenns mal wieder -24°C hat in unserer Region? Sollte ich trotzdem den Zusatzbrenner (SE Plus 20kW) mit nehmen? Ich (und natürlich meine "Chefin") möcht auf gar keinen Fall frösteln. Und wenns die Mieter friert, is es auch nicht so toll! Ich würd gut auf einen Dachs verzichten können, wenn nur einer genügt.
Den SE30 Zusatztherme wirst Du auch brauchen, aber 2 Dachse sind wohl einer zuviel.
2 Dachse sind gut für den Installateur, nicht für den Betreiber.
Die Wartungskosten sind wohl etwas "geschönt" dargestellt im ersten Jahr, der Betrag kann glaub ich so nicht stimmen.
Warum sollen die Kollektoren runter vom Dach, kann man die nicht einbinden, oder?
Die Sonne stellt keine Rechnung.
Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Frank Dux« (13. Februar 2012, 16:16)
2 Dachse wären bei den Stromverbrauch von nur 14000 NICHT wirtschaftlich!
Warum willst du die Kollektoren entsorgen? Energie vom Dach ist ja quasi umsonst!
Wie ist die Momentane Frischwasserversorgung aufgebaut (Tank/ Hygienespeicher)?
Wenn ein Holzofen vorhanden ist gibt es mit Sicherheit auch Pufferspeicher. Warum diese Entsorgen (Speicher gehen selten kaputt) und das Teure Senertec Programm kaufen?
Ich denke mit einer Teilweisen Sanierung der Altanlage lassen einige Scheinchen sparen.
Eine KWK- Anlage kann mann in der Regel relativ einfach in ein solches Speicher System intregieren.
Ein Hydraulikplan der Alten Anlage wäre nicht schlecht.
ja, ich dachte es mir schon so. 1 Dachs mit Brennwert (Kondenser), 2x Pufferspeicher (eigentlich 3), und SE Plus sollte reichen. Solar würde die Effizienz glaube ich nicht unterstützen. Nur wenn der Dachs läuft, erzeugt er Strom. Und nur so macht er sich bezahlt, oder?
Ich wollt es nur mal von einer anderen Seite hören. Der Vertreter möcht ja gern was verkaufen, je mehr umso besser. Und ich als Verbraucher möcht so günstig wie möglich zu meinem Produkt kommen.