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http://www.gfe-agentur.de/finanzierung/
Die Musterkalkulation geht bei der 50 kW-Maschine von Betriebskosten in Höhe von 4,4 Euro pro Stunde aus. Angenommen, das wären nur die Spritkosten und keine Wartungskosten, sind das bei 0,65 € pro Liter Rapsöl etwa 6,75 l Rapsöl. In Rapsöl steckt ähnlich wie im fossilen Flüssigsprit rund 10 kWh/l Energie drin. Damit wäre die Brennstoffwärmeleistung rund 67,5 kW und der mechanische Wirkungsgrad der Maschine läge bei 50 kW_el/ 67,5 kW_bs = 74%. Den Trick müsste man doch bald als Patentveröffentlichung nachlesen können.
Was natürlich passiert sein kann, dass hier der differentielle Wirkungsgrad angegeben wurde. Ein 50-kW-BHKW mit 33% elektrischem Wirkungsgrad benötigt 150 kW Brennstoff. Durch eine Wärmegutschrift von 150 kW-67,5 kW = 82,5 kW (eta_th = 55 %) verringert sich der Brennstoffbezug bezogen auf die reine Stromerzeugung auf die angegebene Menge. Allerdings wird in der Kalkulation nicht von einem KWK-Bonus nach EEG gesprochen und auch die ökonomische Bewertung der Wärmegutschrift ist nicht quantifiziert (diese muss nicht unbedingt auf dem selben Preisniveau wie der eingekaufte Brennstoff liegen). Zudem würde dann nicht jeder Standort passen geschweige denn, dass dort 8.000 h pro Jahr KWK-Betrieb garantiert werden können.
Ansonsten würde ich vermuten, dass sich der Ersteller des Datenblattes geirrt hat und in der Finanzkalkulation die Ausgaben für den Brennstoff um mindestens den Faktor 2 nach oben anzuheben sind, da übliche Wirkungsgrade in der 50 kW Größe zwischen 30-35% liegen.
Der Containermiete, Premium-Service und die Verwaltungskosten sind mit zusammen 280 €/kW*a üppig. Ein Kernkraftwerk hat rund 200 Mio Fixkosten pro Jahr, bei 10 TWh Stromertrag sind das 20 €/MWh = 2 ct/kWh oder auf die Leistung von 1,4 GW umgelegt sind das 142 €/kW*a. Deutlich höhere Fixkosten als eine komplexe kerntechnische Anlage sind ungewöhnlich, aber das ist vertraglich aushandelbar. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Verwaltung solcher Anlagen mit den dargestellten Konditionen ein attraktives Geschäft darstellt.
Weiterhin wäre es durchaus attraktiv, die Geräte zu der genannten spezifischen Investsumme von 750€/kW an weitere Contractoren weiterzuverkaufen. Rapsöl-BHKW liegen laut den
BHKW-Kenndaten der ASUE (S.21 Abb. 8-1) eher über 1.000 €/kW. Die Module im GFE-Container wären als Schnäppchen zu werten.
Gruß,
Gunnar