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1

Donnerstag, 7. Januar 2010, 00:05

Mini-KWK-Impulsprogramm

[Mod:fire]
Hallo miteinander,

da das Thema SEEEHR AKTUELL ist,
bekommt es seinen eigenen Platz

...also Beiträge zur aktuellen mini-KWK Zuschlag hierher kopiert.






Hallo,

noch kurz vorm Schlafengehen:

Das BAFA hat auf seiner Webseite noch nichts über eine Anschlussregelung des Impulsprogramms für Mini-KWK-Anlagen verlautbaren lassen. Das liegt zum einen daran, dass der Bundeshaushalt aufgrund der Neuwahlen nicht verabschiedet wurde. Darin müssen auch die Zuschüsse aus dem BMU-Topf festgehalten und genehmigt werden.

Damit unsere Exekutive und der sie beaufsichtigende Bundestag nicht auf dumme Gedanken kommt und im Rahmen der Wirtschaftskrise am falschen Ende anfängt zu sparen, sollten sie noch mal auf die Vorteile der Mini-BHKW hingewiesen werden: Jeder Bafa-Zuschuss generiert hier und jetzt das 5 fache (5 kW gibt 7 TEuro Zuschuss und kostet 30-35 TEuro, 50 kW gibt 15 Teuro Zuschuss und kostet ca 80 TEuro) an Investitionen bzw. Umsatz in einem High-Tech-Sektor der Heizungsbranche und ist auch eine nachhaltige Investition in die Energieeffizienz, die mit volkswirtschaftlich positivem Gesamtergebnis nicht nur Primärenergien einspart, sondern auch CO2-Emissionen. Zudem schafft es Arbeitsplätze vor allem dezentral in installierenden und wartenden Heizungsbetrieben.

Ich werde in den nächsten Tagen ein paar Briefe verschicken und möchte hier die BHKW-freundlichen Mitleser motivieren, es ebenso zu tun. Zweckmäßige Empfänger sind neben den üblichen Verdächtigen (Ressortchefs) für Umwelt, Wirtschaft und Stadtentwicklung auch die Franktionen der Regierungsparteien bzw. die energiepolitischen Sprecher im Bundestag.

Gruß,
Gunnar
Signatur von »gunnar.kaestle« Ist die Wärme kraftgekoppelt, wird die Energie gedoppelt. (Ulli Brosziewski)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »firestarter« (12. Januar 2010, 18:29)





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2

Donnerstag, 7. Januar 2010, 07:55

Hallo Gunnar.

Na da würde ich doch mal sagen, mach doch gleich ein Schreiben fertig das wir hier im Forum runterladen können.
Denn schicken wir auch ein Paar Flugblätter los.

Ich glaube wenn ich solch ein Schreiben verfassen würde, hätte ich 14 Tage später eine Waschmaschine vor der Tür stehen.

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3

Samstag, 9. Januar 2010, 10:21


Na da würde ich doch mal sagen, mach doch gleich ein Schreiben fertig das wir hier im Forum runterladen können.
Denn schicken wir auch ein Paar Flugblätter los.


Sehr geehrte <Anrede>,

im vergangenen Jahr hat das Impulsprogramm für Mini-KWK-Anlagen dazu beigetragen, dass die Installationszahl dieser innovativen, aber noch recht teuren Heiztechnik deutlich angestiegen ist. <hier etwas ergänzen, was sich auf den Adressaten bezogen ist, z.b. warum er sich für das Thema interessieren sollte. Umwelt: Effizienztechnolgie spart Primärenergie und CO2; Wirtschaft: Stabilisiert Arbeitsplätze bei Planung, Installation & Wartung und substituiert Energieimporte durch heimische Arbeitsleistung; Bau: Energiepass BHKW hat niedrigen Primärenergiefaktor kleiner 1-> Energieausweis; Finanzen: Förderprogramm generiert Umsätze und auch Steuereinnahmen, als Effizienztechnologie macht sie die deutsche Volkswirtschaft robuster gegen Energiepreissteigerungen, weniger krisenanfällig; Technologie: beschleunigt das technologiespezifische Innovationssystem bei der Mikro-KWK, Exportorientierung von weiterentwickelten Produkten>

Bislang ist auf der Webseite des BAFA noch kein Nachfolgeprogramm angekündigt worden. Neben der finanziellen Förderung sehe ich eine wichtige Eigenschaft des Impulsprogrammes darin, dass es die Sichtbarkeit der Mini-KWK erhöht. Erst durch die Existenz eines Förderprogrammes - dessen detaillierte Ausgestaltung sicherlich diskutabel ist - werden Hauseigentümer und -verwalter sowie Energieberater und Haustechnikplaner darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit auch fernab von Fernwärmegebieten besteht, in einzelnen Gebäuden eine KWK-Anlage zu installieren.

Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass auch die kleine Kraft-Wärme-Kopplung von der Bundesregierung als förderwürdig gesehen wird. Noch hat dieses Segment damit zu kämpfen, dass die hohen Investitionen abschreckend wirken und ein kostensenkender Massenmarkt, wie er von Lichtblick und VW skizziert wurde, noch nicht existiert. Der beschleunigte Markteintritt dieser Effizienztechnnologie im Heizungsbau - bei der Brennwerttechnik hat es 20 Jahre von den ersten Stückzahlen bis zur Etablierung als Stand der Technik gedauert - wird dabei helfen, Energieimporte durch regionale Wertschöpfung bei Herstellern und Installateuren zu ersetzen.

Mit freundlichem Grüßen,

-> gerne darf die Vorlage nach belieben geändert und individualisiert werden.
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4

Samstag, 9. Januar 2010, 11:22

Mini-KWK-Impulsprogramm

Hallo,

hier habe ich euch noch ein paar Adressen herausgesucht:

Dr. Norbert Röttgen
Bundesumweltministerium
11055 Berlin

Das BMU ist wahrscheinlich dem Thema sehr aufgeschlossen, muss aber sehen, wo die Haushaltsmittel (-> Finanzen) für das Programm in 2010 herkommen.

Dr. Wolfgang Schäuble
Bundesministerium der Finanzen
Wilhelmstraße 97
10117 Berlin

Eine Förderausgabe für Mini-KWK, kostet zwar hier und jetzt Geld, bringt aber zum einen direkte Steuergelder durch die MWST (rund 19%), was in etwas dem Hebel entspricht: Dachs für 7k gefördert und 35k eingebaut. 50kW Mini-BHKW kostet rund 80T, die Förderung liegt bei 15T, das sind auch rund 20%. Nachhaltig steht das Mini-BHKW 15 Jahre dort und sorgt für Wartungs- und Instandhaltungsaufwendungen, die überwiegend vom deutschen Mittelstand geleistet wird -> Stärkung der Wirtschaftskraft bei KMU und damit eine robuste steuerliche Einkommeslage.

Rainer Brüderle
Bundeswirtschaftsministerium
Scharnhorststr. 34-37
10115 Berlin

Mini-KWK-Anlagen sind noch relativ teuer. Für die Technolgieentwicklung ist es wichtig, das der Uroborus-Zyklus von kleinen Stückzahlen, hohen Fertigungskosten, schwieriger Vermarktung und Vertriebsaufwand, hohen Produktpreisen und geringer Nachfrage gebrochen wird. Ein Anreizprogramm ist dabei eine wertvolle Stütze. Zudem tauscht man bei der Mini-KWK als Effizienztechnologie (Primärenergiefaktor = 0,7-0,5) einen Teil der Energieimporte gegen soliden deutschen Maschinenbau, der dann über Jahre hinweg über die Wartung und Instandhaltung KMUs (Heizungsfirmen) Lohn und Brot gibt.

Dr. Peter Ramsauer
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Krausenstraße 17-20
10117 Berlin

Im Baubereich stellt die Mini-KWK ein wirksames Mittel zur energetischen Sanierung von Häusern im Bestand dar. Mit einer überschaubaren Investition lässt sich der Primärenergieverbrauch (PE-Faktor siehe oben) drücken, was besonders für den Gebäudebestand wichtig ist. Das Ziel des 7l Hauses im Bestand hat auch schon die McKinsey-CO2-Studie, S.39 herausgearbeitet. Hier sind die Kosten der CO2-Einsparung negativ, d.h. es wird ein gesamtwirtschaftlicher Gewinn erzielt.

Die Abgeordneten im Bundesrat stehen hier.
Der MdB des eigenen Wahlkreises ist meist für Briefe von seinen Wählern empfänglich, auch wenn das Anliegen nicht sein Fachgebiet ist.
Die Fach-Sprecher der Fraktionen finden sich hier:
CDU/CSU
FDP
SPD
Grüne
Linke

Gruß,
Gunnar
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Sonntag, 10. Januar 2010, 12:46

Anfrage der Grünen

Noch ein Fundstück aus dem Postfach von dieser Woche:

Zitat

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

die Bundesregierung will den Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) an der Stromerzeugung von derzeit etwa 10% bis 2020 auf 25% erhöhen. Ob dies mit den derzeitigen Förderinstrumenten gelingen kann, ist mehr als zweifelhaft. Dabei ist der Ausbau der KWK unverzichtbares Element jeder Klimaschutzstrategie.

Immerhin hat die schwarz-rote Bundesregierung 2008 das "Impulsprogramm zu Mini KWK-Anlagen" auf den Weg gebracht, das bei Anlagen bis 50 kW Leistung ein deutliche Zunahme der Inbetriebnahmen von 3.800 in 2008 auf 6.400 in 2009 (Angabe des Bundesverbandes KWK) ausgelöst hat.

Darüber hinaus haben Hersteller neue Anlagen entwickelt und zum Teil auf den Markt gebracht, was deutlich macht, dass auch durch das Impulsprogramm Bewegung in den Markt für kleine KWK Anlagen gekommen ist.

Doch diese positive Entwicklung in wenigstens einem Bereich der KWK droht nun Ungemach von der schwarz-gelben Bundesregierung: Es gibt sehr konkrete Hinweise darauf, dass das Bundesumweltministerium (BMU) unter Führung von Norbert Röttgen (CDU) das "Impulsprogramm zu Mini-KWK-Anlagen" in 2010 nicht weiter verlängern will.
Noch scheint im BMU nichts endgültig entschieden und deshalb ist es sehr wichtig, dass sich viele für Klimaschutz, Energieeffizienz und KWK-engagierte Menschen an das BMU wenden und deutlich machen, was sie vom einem Aus für das Impulsprogramm halten.

In der Anlage finden sich Informationen des BMU zu dem Impulsprogramm, unsere Anfrage an die Bundesregierung zu den Ergebnissen und zur Zukunft des Programms sowie die Vorlage für ein Schreiben an Herrn BM Röttgen, dass natürlich gerne um weitere und individuelle Aspekte ergänzt werden kann.

Herzliche Grüße

Oliver Krischer


Oliver Krischer, MdB
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen


Neben dem BMU sollten m.E. auch Briefen an die anderen Ministerien gehen, auch wenn die formal nicht für dieses Programm zuständig sind, ebenso an die Fachpolitiker im Bundestag. Der Bundestag entscheidet über den Haushalt und man sollte dort auch auf die Mini-KWK aufmerksam machen.

Gruß,
Gunnar
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Sonntag, 10. Januar 2010, 13:28

Moin,

Brief ist geschrieben und geht morgen per Post nach Berlin.

Man muß sich doch immer wieder wundern über die Politik :wacko:
Wenn es um die Förderung von AKW's oder Kohlekraftwerken geht, sitzen die Milliarden locker, warum wohl ?( ;-_
Ich finde es ber auch traurig was von den BHKW-Herstellern selbst unternommen wird. Anstatt die mAsse zu mobilisieren, halten die ihren Schönheitsschlaf :sleeping:


Gruß
Tom
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Sonntag, 10. Januar 2010, 14:33

Ja lieber Tom, da muss ich dir aber sagen das du da auf dem Holzweg bist.
Ich als Hersteller versuche alles Erdenkliche im Moment die Damen und Herren der Politik auf die KWK Schiene und die damit zusammenhängenden Fördermaßnahmen zu bringen.

Nur wenn man als Einzelner dies versucht, denkt man dass man mit einer Wand spricht oder gegen Windmühlen kämpft.

Da muss man schon in den untersten bis mittleren Reihen der Politik einiges an Beziehungen haben wenn man was erreichen will.

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Sonntag, 10. Januar 2010, 15:00

Moin Rolf,

deswegen hatte ich ja auch geschrieben

Zitat

Ich finde es aber auch traurig was von den BHKW-Herstellern selbst unternommen wird. Anstatt die Masse zu mobilisieren, halten die ihren Schönheitsschlaf :sleeping:


Das du als kleines Licht alleine nichts ausrichten kannst, ist doch wohl logisch ;(

Ich kann mich nicht erinnern das ich jemals, wenn wichtige politische Entscheidungen was KWK anbelangt angestanden sind, vom Hersteller meines BHKW Informationen oder sonstiges dazu erhalten hätte. Statt nutzlose Zeitschriften, in denen nur Selbstbeweihräucherungen zu lesen sind, wäre es hier angebracht den Kundenkreis zu mobilisieren, z.B. mit vorgefertigten Schreiben zu den entsprechenden Stellen (oder wenigsten eine Downloadquelle auf deren Internetseite).

Wenn dies alle Hersteller machen würden, wäre schon mal ein Großteil informiert was Sache ist. Ob die dann handeln steht auf einem anderen Blatt.

Vielleicht ist das aber auch nur ein Wunschgedanke von mir der nicht realisierbar ist ?( :whistling:


Grüße
Tom
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